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Portrait of Ernst Johann von Biron
Portrait of Ernst Johann von Biron
Portrait of Ernst Johann von Biron
Biron, Ernst Johann, 1690 – 1772,
Duke of Courland and Semigallia (1737) and regent of the Russian Empire (1740).

"Portrait of Ernst Johann von Biron".

Painting...
Charlotte Christine of Brunswick-Lüneburg
Helft Russland!
Ich lebe, und ihr werdet auch leben
Russlanddeutsche - Wolgadeutsche
Es war Katharina II., die Siedlern Religionsfreiheit, Steuerfreiheit und das Verfügungsrecht über ihr Land versprach und so begaben sich ab 1672 tausende deutsche Bauern von den Ufern des Rheins und des Neckars auf die lange beschwerliche Reise und siedelten sich in den Ebenen beiderseits der Wolga an - die ersten Russlanddeutschen bzw. die Wolgadeutschen. Hundert Jahre später gab es dann bereits eine Million Russlanddeutsche im Zarenreich.

"Gegen die falschen Russen"

Bereits im Ersten Weltkrieg und noch mehr im Zweiten Weltkrieg viel eine Differenzierung zwischen den "Reichsdeutschen" und den Russlanddeutschen sowohl im Zarenreich als auch in der späteren Sowjetunion schwer. So wurden die Russlanddeutschen aufgrund ihrer ursprünglichen Nationalität einfach zu Spionen und Saboteuren erklärt. 1915 kam es in Moskau zu einem dreitägigen Pogrom, dabei wurden deutsche Geschäfte geplündert und Wohnungen in Brand gesetzt.

Lenin unterzeichnete am 19. Oktober 1918 das „Dekret über die Autonomie des Gebiets der Wolgadeutschen“, das den Siedlern Selbständigkeit gewähren sollte. Das Gebiet hatte den Charakter einer Arbeitskommune und im Punkt 7 hieß es:

„Das kulturelle Leben der deutschen Kolonisten: Der Gebrauch ihrer Muttersprache in den Schulen, in der örtlichen Verwaltung, im Gericht und im öffentlichen Leben unterliegt gemäß der Sowjetverfassung keinerlei Einschränkung.“

1924 wurde zwar die "Autonome Sozialistische Sowjetrepublik" der Wolgadeutschen geschaffen, aber 1941 mit dem Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion erfolgte die Zwangsumsiedlung nach Sibirien und Zentralasien der insgesamt anderthalb Millionen Menschen von der Wolga, der Ukraine und dem Baltikum.

1964 hieß es dann rückblickend zum Deportationserlass vom August 1941 "Die pauschalen Beschuldigungen" von damals seinen unbegründet gewesen, aber an eine Rückkehr in die "Wolgarepublik" war von Seiten der Sowjetführung nicht gedacht.

Die Mehrheit der ehemaligen Russlanddeutschen lebt heute wieder in Deutschland.
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